“Und wenn ich es Ihnen doch sage! Ich habe mir das nicht eingebildet! Leiten Sie es an den Orden weiter, die wissen sicher was zu tun ist!”
“Ich bitte Sie, der Herr, beruhigen Sie sich, wollen Sie sich setzen?”
Der Mann schüttelt entrüstet den Kopf.
“Sehe ich so aus als wäre ich hergekommen, um mich auf ein nettes Pläuschchen mit unserer unterirdisch motivierten Ordnungswache zusammenzufinden? Ich habe einen Fall aufzuzeigen! Die Person schlug ihren Kopf locker an die dreißig mal gegen die Wand, hat sich anschließend mit einer Gabel beide Augen ausgestochen, nacheinander…”
Barres wirft mir einen Blick durch den Raum zu und ich nicke.
Mein Kollege rollt mit seinem Stuhl zu unserem Empfangskollegen hinüber und tippt ihm behutsam auf die Schulter.
“Bringen Sie uns den Herren doch den Verhörraum. Der Inspektor wird sich dem Vorfall annehmen, Lester.”
Unser Kollege zuckt nur mit den Schultern. Ich habe seine Gelassenheit stets bewundert und tue es noch.
Er bringt den Mann, der durch ein Zunicken Barres’ gewachsen scheint in den Verhörraum.
“Glauben Sie ihm, was er da gerade von sich gegeben hat?”
Ich zucke mit den Schultern.
“Schwierig zu beurteilen. Einerseits besteht jetzt wohl die Möglichkeit, andererseits warum sollte irgendetwas so offensichtlich agieren? Das käme einer öffentlichen Provokation gleich. Warum sollten sie das wollen? Ich hätte eher damit gerechnet, dass sie sich bedeckt halten würden, um schwerer entdeckt werden zu können.”
Barres runzelt die Stirn.
“Ja, aber es sind immerhin Dämonen. Also kommt es wohl darauf an, wie viel sie tatsächlich unter Kontrolle haben.”
Ich stehe jetzt ebenfalls auf und fasse meinen Stock.
Seans Blick fällt darauf.
“Wie geht es Ihnen mit dem Gehen?”
“Gut, es ist beinahe wieder so wie früher.”
“Es komplettiert Ihren Stil, wenn ich mir das erlauben darf.”
Ich nicke Sean dankend zu.
“Und er hilft mir immer noch mit den Echos.”